Tiefrot innerhalb Gelb

Tiefrot innerhalb Gelb

 

Der gelblich goldne Magenfüller

macht heute nur noch satt.

Geist der Euphorie, uns wohler Rausch,

wich sanfter Dämmerung.

Einzeln frisst sich durch die Haut,

man merkt es kaum, so still.

Die Knochen sind schon lang erreicht.

Kerne, wie unbesiegbar,

nur mit ihnen ist er beständig

innerhalb des Wandels,

der Geisterrausch, der düstre Himmelshauch.

Doch auch alle Kerne

bestehen aus nichts und Phantasie.

Traumgewebe.

Prozesse der

Reifung,

Unabhängigkeit,

Freiheit.

Echtes erstarkt.

 

Und alles grau, zweierlei gelb,

und oft doch dunkelrot.

 

Raser ritzen Venen in die Stadt,

im Takt zu verlorenem Treibgetrommel,

den Blick korrekt und stur nach vorn,

damit’s bloß keiner sieht,

das Schiff bar Steuermann.

„Wir leben! Wir leben!“,

ruft man trotzdem dort,

und lebt wie Wetten,

nur um nicht unter die Hülle zu geraten.

Wir alle lachen aus den Zähnen.

Dem Käfiglaufrad glüht die Achse weg,

doch es reicht noch immer nicht;

das Loch im Herzen

kriegen wir nie vollgekauft.

Und alles war und ist

dies‘ nichts und Phantasie,

in grau, zweierlei gelb,

und auch hier das Dunkelrot.

 

So darin trotzdem,

wie der eine oder andere,

als einer unter anderen:

„Frohes Geheul

sollte ich hinauf ins Mondlicht bersten,

in Dankbarkeit,

da ich trotz allem dennoch merke

wie still

und gut das Leben in seiner Liebe ist.

Wie unfassbar herrlich.“

Grau, gelb,

darin/innen dieses tiefe Dunkelrot.

 

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